Faszination Modellbau Karlsruhe – die Mitmach-Messe – lässt die Modellbausaison gut anfangen.
Datum: 15.06.2011 3:05 Uhr
Sinsheim/Karlsruhe. Vom 24. bis 27. März 2011
hat die Faszination Modellbau Karlsruhe den Saisonauftakt 2011
eingeläutet und sich als die Mitmach-Messe schlechthin positioniert.
Zu Wasser, zu Lande und in der Luft ließen 372 Aussteller, Marktführer, Kleinserienhersteller aus 10 Ländern (Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Schweiz, Ungarn)
die Besucherherzen höher schlagen und zeigten auf ihren Messeständen
Produkte in den Bereichen Modellbahnen und Zubehör, Flugmodellbau,
RC Car und Automodellbau, Truckmodellbau, Militärmodellbau,
Schiffsmodellbau, Plastikmodellbau und Kartonmodellbau.
Mit 52.000 Besuchern konnte die Faszination Modellbau 2011
annähernd an die letztjährigen Besucherzahlen anknüpfen. Prokurist
Andreas Wittur sieht in den Landtagswahlen in
Baden-Württemberg und dem direkt angrenzenden Rheinland-Pfalz aber auch
im zu guten Wetter den Grund, weshalb sich die Besucherzahlen nicht
steigern ließen. Wichtiger ist die Tatsache, dass sich die Geschäfte der
Aussteller nicht verschlechtert haben. 75% der befragten Besucher haben
auf der Messe etwas gekauft. Über 42% gaben Beträge zwischen 50 Euro
und 300 Euro aus. Die zweite Faszination Modellbau in
Karlsruhe machte deutlich, dass sich die Messe am neuen Standort völlig
neu und eigenständig profilieren muss. Dass dies dank eines stimmigen
Messekonzepts gelingt, das Action und Show mit einem hochwertigen
Produktangebot der Aussteller und mit den Neuheiten der Saison mischt, beweist die Meinung der Besucher: 30% waren zum ersten Mal da, 42% vergaben die Note „sehr gut". 53% die Note „gut".
Mitmachen ausdrücklich erwünscht
Sie war die beste Mitmach-Messe unter
allen „Faszination Modellbau"-Messen, die bisher stattgefunden haben.
Bereits am Donnerstag, dem Eröffnungstag kamen über 980 Schüler aus
unterschiedlichen Schulen, um die Vielfalt des Funktions- und
Eisenbahnmodellbaus in zahlreichen Projekten kennenzulernen. Die Lehrer
zeigten sich begeistert von der Möglichkeit, den Schülern den Modellbau
in all seinen Facetten als Alternative zum Computer anbieten zu können.
28 Firmen und Vereine beteiligten sich am Projekttag und boten
Bastelkurse, Workshops, Fahrtraining und Wettbewerbe an. Mit neuen
Mitmach-Aktionen und einer veränderten Raumgestaltung in der
Flugmodellhalle wurden positive Zeichen gesetzt, die sowohl von
Besuchern als auch Ausstellern gelobt wurden.
Bereits im Foyer des Haupteingangs wartete
die erste Herausforderung auf die Besucher. Dort konnten sie ihre
Geschicklichkeit und ihr Kurvengefühl auf der laut Guinnessbuch mit 217
Metern weltweit größten vierspurigen Ninco-Autorennbahn testen und um
den Hauptgewinn - eine Rennbahn im Wert von 300 Euro fahren. Erstmals
wurde am Sonntag auf dem Fluggelände der FMT-Neuheitenflugschau, die an
den beiden Tagen davor großen Anklang fand, ein Lehrer-Schüler-Fliegen
durchgeführt. Messebesucher hatten bei bestem Wetter die Gelegenheit,
unter professioneller Anleitung und Kontrolle ein Flugmodell selbst zu
steuern. Für viele Messebesucher, die dieses außergewöhnliche Angebot
annahmen, war es der erste Flug ihres Lebens mit einem Flugmodell.
Begeistert waren die Teilnehmer vor allem deshalb, weil die Profis von
vier Firmen, die das Fliegen durchführten, Abstürze zu
verhindern wussten und mit vielen guten Tipps die Einsteiger ermutigten.
Das sorgte für strahlende Gesichter und einen nachhaltigen Eindruck.
Indoorflugschau mit Flugeinlagen bis unter das Hallendach
Die FMT-Indooraction ist seit vielen Jahren
ein Meilenstein und Besuchermagnet. Das quirlig-bunte
Indoor-Flugprogramm gehört nach Meinung aller in die Flugmodellbauhalle,
wo es in diesem Jahr auch angesiedelt war und zum regen Besucherstrom
in die Modellflughalle beitrug.
Warm up für die Rennfahrer von morgen
Strahlende Gesichter und einen nachhaltigen
Eindruck hinterließ nicht nur die Fliegerei sondern auch das „Race of
Champions". Der Deutsche Minicar Club organisierte unter Federführung
seines Präsidenten Fredy Dietrich erstmals ein
Besucherrennen mit ferngesteuerten Autos. DMC-Präsident Fredy Dietrich
ist von der Idee begeistert: „Wir haben die Fahrzeuge auf Einsteiger
abgestimmt. Damit sind sie gut kontrollierbar und ein Erfolgserlebnis
ist garantiert. Es ist für uns keine bessere Werbung, als die Besucher
selbst ans Steuer zu lassen."
Noch weitere 15 attraktive Mitmach-Stationen
in allen Sparten des Modellbaus boten beste Gelegenheiten, um mit dem
Thema „Modellbau" auf Tuchfühlung zu gehen.
Nicht satt sehen konnten sich die Besucher in
der Halle 3, wo sich Schiffmodellbauer und Truckmodellbauer ein
Action-Duell lieferten. Hier wurde auf vier Parcours unermüdlich
gebaggert, gegraben, gebaut und gefahren. Mit fast 1.000 Schiffsmodellen
hielten die Schiffmodellbauer dagegen und zeigten vom
U-Boot bis zum Segler, vom Powerboot bis zur Galeere ihr Repertoire. Auf
dem 400 m² großen Wasserbecken wurde die bunte Vielfalt der
Schiffsmodelle zum Leben erweckt.
Das Leben en miniature aus der Sicht der Eisenbahner bot die dm-Arena. Hier erwiesen sich die Schauanlagen als fotogene Publikumsmagnete. Unter anderem zeigte Märklin mit der Steuerung
von Modellbahnanlagen über iPhone, iPod oder iPad Zukunftsperspektiven
auf und schätzt das „regional übergreifende Publikum" in Karlsruhe. Auf
dem Stand der Modelleisenbahn München GmbH zog nicht die größte Anlage
sondern die höchste Anlage die Blicke auf sich. Insgesamt ließ das
Angebot an rollendem Material, Landschaftsgestaltung,
Gebäudeminiaturen, Fahrzeugminiaturen, technischem Zubehör, Werkstoffen,
Werkzeugen, Fachliteratur und sonstige Produkte rund um das Thema
Modellbahn keine Wünsche offen. Wer sich einen qualifizierten Eindruck
über die Modellbahnneuheiten des Jahres verschaffen wollte, war
bei der Neuheitenpräsentation unter der Regie der Fachzeitschrift „MIBA"
richtig. Jahr für Jahr ist der Privatanlagen-Wettbewerb fester
Bestandteil der Messe. Eine Jury bewertet den Betrieb und die Gestaltung
der Anlagen. Folgende Preisträger haben wertvolle Einkaufsgutscheine
gewonnen: 3. Preis für Günther Jirouschek, 2. Preis für Michael Kirsch
und 1. Preis für Hans-Heinrich Schubert.
Fazit
„Es ist uns
einmal mehr gelungen, den Besuchern eine vielfältige Mischung aus
Information und Unterhaltung zu bieten. Damit haben wir unser Ziel
erreicht, dass wieder neue Interessenten (30% waren zum ersten Mal auf
der Faszination Modellbau Karlsruhe, 20% möchten mit dem Hobby beginnen)
mit dem Modellbau auf Tuchfühlung gehen und den Spaß an diesem Hobby
entdecken konnten", resümmiert Andreas Wittur. Beschwerden
über Staus mit langen Wartezeiten bei der Anfahrt blieben in diesem
Jahr aus. Ein optimiertes Verkehrsleitsystem sorgt für ein schnelles
Erreichen der Messe für Autofahrer. Auch von Seiten der Aussteller gibt
es Lob für die guten Anfahrts- und Parkmöglichkeiten.
Im nächsten Jahr findet die 18. Faszination
Modellbau Karlsruhe vom 22. bis 25. März 2012 statt. Erfreulich viele
Besucher, nämlich 78% der befragten gaben an, dass sie wieder kommen
wollen.
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