Zwischen Ritterkreuz und Galgen
Datum: 3.08.2008 9:54 Uhr
Zwischen Ritterkreuz und Galgen
Skorzenys "Geheimunternehmen Greif" in Hitlers
Ardennenoffensive 1944/45
Verfasst von helios-verlag am Mo, 2007-12-17 11:14.
In der Darstellung kam es dem
Verfasser nicht darauf an, den vielen Publikationen über die Ardennenoffensive
nur ein weiteres Buch hinzuzufügen.
Im Gegenteil: Schwerpunkt dieses
Werkes ist nicht der umfassende Überblick über den Verlauf der Kämpfe um die
Jahreswende 1944/45, sondern es wird an einigen markanten Dingen der Planung,
Vorbereitung und Durchführung der Offensive aufgezeigt, warum dieser von Hitler
selbst befohlenen letzten großen Schlacht im Westen von Anfang an kein Erfolg
beschieden sein konnte. Dies wird auch besonders deutlich in der Aussage des
amerikanischen Oberstleutnants Robert L. Tompson. Dieser, als ein Sprecher von Radio Luxemburg, verglich die Hintergründe der Offensive am Morgen des 17.
Dezember 1944 - also am zweiten Tag der Kämpfe - mit der Tat eines Mannes, der
jemanden mit einem Revolver erschießen will, in dessen Besitz er sich aber nur
setzen kann, indem er den Mann zuerst tötet, der den Revolver besitzt.
Neben der Darstellung einiger
Aspekte zum Scheitern der Ardennenoffensive,
setzt sich der Verfasser eingehend mit dem "Geheimunternehmen Greif" unter der
Führung des SS-Obersturmbannführers Skorzeny auseinander. Dabei wird
dokumentarisch genau und unter Zuhilfenahme von vielfach bisher unbekanntem
Quellenmaterial zum ersten Male der Schleier des Geheimnisvollen des von Hitler
selbst erdachten Unternehmens in seiner Gesamtheit gelüftet, über das in
bisherigen Schilderungen nur in Ausschnitten, dabei häufig auch tendenziös und
falsch berichtet worden ist.
Bei dem Unternehmen Greif sollten
deutsche Soldaten, als Amerikaner getarnt und mit Beutefahrzeugen ausgestattet,
Brücken über die Maas
handstreichartig nehmen und für die nachfolgenden Panzerdivisionen der 6.
Panzerarmee offen halten. In vielen Einzelheiten - ausgehend von der Idee
Hitlers und seiner persönlichen Auftragserteilung an Skorzeny, über die
Schwierigkeiten beim Aufbau und der Ausbildung der Panzerbrigade 150 bis hin zum erfolglosen Einsatz der Kräfte dieser
Truppenformation vor Malmedy am
20./21.12.1944 - wird über die Ereignisse in diesem Buch berichtet.
Breiter
Raum wird dabei auch den Aktivitäten von Skorzenys Kommandokompanie gewidmet,
denn gerade diese Spezialeinheit gab in bisherigen Veröffentlichungen vielfach Anlass
zu Spekulationen und Falschdarstellungen.
Als Abschluss der Schilderung der
Ereignisse ist der Teil über den 1947 stattgefundenen Kriegsverbrecherprozess
gegen Skorzeny und neun weitere Angeklagte des "Kommandounternehmens Greif" zu
sehen. Auf der Basis der bisher unveröffentlichten fast 800 Seiten der
Prozessunterlagen werden die in dem Buch gemachten Aussagen nochmals
untersucht, es wird gewertet und Bilanz gezogen.
Schadewitz, Michael: Zwischen
Ritterkreuz und Galgen
Skorzenys Geheimunternehmen Greif
in Hitlers Ardennenoffensive 1944/45
220 Seiten, fest gebunden, 252 Fotos, Abbildungen, Karten, 23 x 28 cm
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